Finish
Ein Modell dieser Größe sollte einen gewissen Grad an Detailierung wie Nieten, Schrauben und Zackenband (welches am Original die Vernähungen der Bespannung abdeckte) aufweisen. Oft bekommen Modelle, gerade wenn es sich um Oldies handelt, eine viel zu perfekte Oberfläche.
Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Ich verwende wieder Acryllack aus dem Baumarkt, den ich mit einer Rolle aufbringe. Bevor die nicht unaufwendige Abdeckarbeit für Zierstreifen u.s.w. beginnt, müssen alle gelben Teile lackiert werden. Hier als Beispiel eine Dämpfungsfläche vom HLW. Die Leimnieten und das Zackenband zeichnen sich gut ab.
Hier ist schon die zweite Farbe und die weiße Zierlinie lackiert. Die schwarze Linie fehlt noch. Alle Linienverläufe habe ich anhand der Zeichnungen vom Original im Computer nachkonstruiert und daraus 1:1 Vorlagen ausgedruckt. Danach habe ich dann die Abdeckschablonen geschnitten.
Die Kennungsschablonen schneide ich immer aus dünner, harter Kunsstofffolie. Die muß nur mit dem Skalpell angeritzt, und kann später rausgebrochen werden. Fixiert wird die Schablone mit Sprühkleber. Auch hier dient wieder ein Computerausdruck als Vorlage.
Mit dieser Folie lassen sich auch sehr feine Schriften herstellen. Die Innenteile vom "B" und "A" schneide ich aus dünnen Malerabdeckband und positioniere sie genau. Jetzt kann die Schrift aufgerollt werden.
Damit keine Farbe unter die Abdekung läuft, sollte die Farbrolle nicht zu stark mit Farbe getränkt sein. Ich rolle den Farbüberschuß vorher auf einem Papier ab und lackiere die Kennungen in mehreren Gängen. Da ich mit Acryllack arbeite, kann nach wenigen Minuten schon der nächste Farbauftrag erfolgen.
Ganz sauber sind die Linien nicht geworden, können mit einem feinen Pinsel aber gut ausgebessert werden.
Bis auf ein paar kleine Details ist das Baby nun fertig und der aufregenste Teil steht mir bevor, der Erstflug. Noch ist das Wetter nicht nach meinem Geschmack, und ich hoffe es geht Alles gut.
auf zum Erstflug