der Rumpf
Am Anfang steht immer die Kreissäge um Holme, Gurte, Streben, Endleisten u.v.m. zu schneiden. Für das Fly Baby habe ich die Gurte aus Kiefer und alle Streben aus hartem Balsa hergestellt.
Hier ist schon ein Teil der Leisten im Seitenteil verbaut, und mit 0,6mm Sperrholz beplankt. Es fehlen allerdings noch einige Streben und Verstärkungen.
Bevor ich die Rumpfhälften mit den Spanten verbinden konnte, mußte ich erstmal ins Lager der Metallbauer wechseln. Es mußten Beschläge und Spannschloß für die Flächenverspannung herstellt werden.
Die beiden Lagerböcke konnte ich noch selber aus Alu bauen, beim Spannschloß mußte ich aber passen. Ein netter Fliegerkollege fertigte es mir auf seiner Drehbank an - danke Hans! Es ist ein richtiges "Sahneteil" geworden.
Außerdem war es jetzt an der Zeit sich um die Motoranpassung zu kümmern. Ich wollte den Motorspant gerne fix und fertig, mit allen Bohrungen für Dämpfer und Rumpfansaugung einbauen.
Dafür fräßte ich mir einen Testspant und -motorträger, mit denen ich die genaue Position des Krümmers, unter Berücksichtigung des Seitenzugs und Sturz ermittelte.
Mit den so gewonnenen Maßen fräßte ich einen zweiten Testspant (aus dünnem Sperrholz) um alles überprüfen zu können. Bis auf kleine Korrekturen passte Alles perfekt.
Das vorläufige Endergebnis sieht dann so aus. Alle Bohrungen sind an der richtigen Stelle und die Abstandssockel sind eingeharzt. Der Motorträger wird noch beidseitig mit Kohlematte laminiert.
Jetzt konnten die Seitenteile verbunden werden! Die hintere Rumpfbeplankung habe ich noch etwas "erleichtert", indem ich einige Fachwerkfelder mit Ausschnitten versah.
Eigentlich ist es noch nicht an der Zeit sich um´s Finish zu kümmern, aber ich hatte da ein paar Ideen für das Instrumentenbrett, die ich unbedingt testen wollte. Was dabei heraus kam ist links zu sehen.
Hier eine kleine Beschreibung zum Panel und der Bearbeitung des Aluminiums.

Nach dem kleinen "Abschweifer" ging´s nun weiter mit dem Rumpf. Sehr hilfreich war eine alte FMT aus dem Jahre 1989 (danke Sebastian!) in der eine kleine Scaledoku über dieses Flugzeug abgedruckt war. Ich führte alle Knotenpunkte wie beim Original aus und ersparte mir somit die untere Rumpfbeplankung.
Jetzt war erstmal das Fahrwerk an der Reihe. Der Plan sah dafür holzverkleidete Alu-Streben vor. Ich ersetzte die Alu- gegen Buchenleisten, da ich auch hier Gewicht sparen und Festigkeit gewinnen wollte. Außerdem läßt es sich einfacher herstellen.
Nachdem alles sorgfältig unter hohem Druck verleimt wurde, erhielt ich extrem biegesteife Fahrwerksstreben. Hier sind auch schon die Beschläge angebracht, die ich aus Edelstahl-Scharnieren aus dem Baumarkt herstellte.
Anpassen an den Rumpf. Wie hier zu sehen ist, handelt es sich um ein ungefedertes Fahrwerk. Allein die dicken Ballonreifen (160mm) übernehmen die Dämpfung.
Rumpf - Teil II