1:2,5 Ka2b - ein kleiner Baubericht
Anfang 2008 erhielt ich ca. 10 ausgesuchte Ka2b-Originalpläne von Alexander Schleicher. Diese Pläne dienten in den nächsten Monaten der Modellkonstruktion. Im August 2008 verließ ich endlich die virtuelle Welt und konnte mit dem Bau beginnen. Im Folgenden möchte ich einen kleinen, stark zusammengefassten Bericht von der Entstehung bis zum Erstflug vorstellen. Viel Spass beim Lesen! Fragen zur Ka2b beantworte ich gern!
Flügelbau
Nachdem die 3-lagigen Holme und die GFK-Steckungshülse fertig waren wurde zunächst der Steckungsbereich beider Flächen vorbereitet.
In dieser Einheit sind alle anfallenden Winkel für die starke Vorpfeilung und die V-Form berücksichtigt. Die Holme bilden mit eingedicktem Harz und den Verkastungen einen stabilen Kasten
Jetzt konnten abwechselnd die Rippen und die Verkastungen mit dem Holm verleimt werden.
Innerhalb kurzer Zeit sind alle Vollrippen verbaut. In der D-Box werden zur besseren Formgebung noch Halbrippen eingefügt.
Die Diagonalstreben werden mit gefrästen Verkastungen verstärkt.
Der Klappenschacht wird ebenfalls verstärkt. Hier sind auch die eingefügten Halbrippen im D-Box Bereich gut zu sehen.
Die Querruder wurden separat aufgebaut, da die QR-Rippen in einem anderen Winkel verlaufen als die Flügelrippen. Die Lagerung geschieht über M3 Gabelköpfe, die in Novotex Rippen greifen.
Die Stützfüsse an den Rippen und dem QR-Holm erlauben einen exakten und einfachen Aufbau der Ruder.
Die genaue Ausrichtung und Verkastung erfolgte am Flügel. Außerdem wurde auch die Endleiste so genau angepasst.
Damit das lange Ruder eine gute Torsionsfestigkeit bekommt, wurde die mit Balsa aufgefüllte Nase zusätzlich mit 0,4mm Sperrholz beplankt...
... die im Bügelverfahren aufgeleimt wurde.
Bei montiertem Querruder wurde nun die genaue Position der Hohlkehlenabdeckung ermittelt und aufgeleimt. Diese Methode wird weiter unten noch mal genauer beschrieben.
Und so sieht das rohbaufertige Flügelgerüst aus. Die Endleiste ist ein Sandwichbauteil aus 0,8mm Sperrholz mit einem Balsakern. Dadurch wird diese sehr fest, leicht und dünn.
Nach dem Verschleifen der gesamten Fläche wurde diese auf dem Holm stehend, auf vorher genau ausgerichteten Aluprofilen fixiert. So konnte nun zunächst die D-Box innen mit 0,6 und aussen mit 0,4mm Sperrholz beplankt werden.
Ich bevorzuge das Beplanken im Bügelverfahren. Dafür werden das Rippengerüst und die genau zugeschnittenen und geschäfteten Beplankungen dünn mit wasserfestem Leim bestrichen.
Nach dem Antrocknen des Leims kann die außen angefeuchtete Beplankung aufgebügelt werden. Bei dieser Methode muß nicht mit Nadeln oder Gewichten gearbeitet werden, da sofort ein perfekter Klebekontakt erreicht wird.
Die bereits vorbereitete Störklappen wurde nun in den Schacht eingepasst, mit den Servo angelenkt, auf perfekte Funktion geprüft und eingeklebt.
Der Höhensprung an den Klappen wurde mit Balsastraeifen angeglichen
Der Randbogen besteht aus Balsasegmenten die an die Endrippe geleimt...
... und zusammen mit dem kompletten Flügel sauber verschliffen wurde. Jetzt fehlten nur noch die Rippenaufleimer um den Rohbau abzuschließen.
Rumpfbau Teil 1